Neue Vorgaben für Kosmetikprodukte
Eine neue gesetzliche Anpassung regelt bestimmte natürliche Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten genauer. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Furocumarine. Diese Stoffe können unter anderem in Zitrusfrüchten, Pflanzenextrakten und natürlichen ätherischen Ölen vorkommen. Einige davon reagieren mit UV Strahlung und können dadurch unerwünschte Hautreaktionen oder Hautschädigungen verursachen.
Welche Produkte sind betroffen?
Die Vorgaben betreffen vor allem Kosmetikprodukte, die nach der Anwendung auf der Haut verbleiben und anschliessend dem Sonnenlicht oder künstlichem UV Licht ausgesetzt sein können. Dazu gehören beispielsweise:
Gesichtscremes und Körperlotionen
Pflegeöle und Gels
Lippenpflegeprodukte
Sonnenschutz und Selbstbräunungsprodukte
Aftershaves, die auf der Haut verbleiben
Für diese Produkte gilt ein Höchstwert von 1 Milligramm pro Kilogramm, was 1 ppm entspricht
Der Grenzwert ist nicht grundsätzlich neu und wurde auch nicht verschärft. Neu wird er jedoch gezielter angewendet. Zuvor bezog sich die Regelung allgemein auf alle Furocumarine. Mit der neuen Anpassung wird die Kontrolle auf acht bestimmte Furocumarine konzentriert, deren gesundheitliche Bedeutung und phototoxische Wirkung wissenschaftlich belegt sind.
Die Summe dieser acht Stoffe darf im fertigen Produkt den Grenzwert von 1 ppm nicht überschreiten. Dadurch sollen besonders relevante Stoffe besser kontrolliert werden, während Hersteller nicht mehr sämtliche natürlich vorkommenden Furocumarine gleich behandeln müssen.
Hersteller und Importeure müssen überprüfen können, ob betroffene Produkte die gesetzlichen Grenzwerte einhalten. Dies ist besonders wichtig bei Kosmetikprodukten, die Zitrusextrakte, Duftstoffe oder natürliche ätherische Öle enthalten. Eine generelle Neuentwicklung oder Neuformulierung bereits bestehender Produkte ist aufgrund der Anpassung jedoch nicht erforderlich. Der Grenzwert bleibt unverändert. Die Regelung wird lediglich genauer auf jene Stoffe ausgerichtet, die tatsächlich ein gesundheitliches Risiko darstellen können.


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